Gemeindepraktikant Andrei Heit

Moin,

 

ich heiße Andrei Heit, bin 37 Jahre jung, verheiratet und studiere zurzeit am Bibelseminar Bonn Theologie.

Im Juli werde ich ein Praktikum im hohen Norden ausführen.

Aufgewachsen bin ich in Klanxbüll und kenne somit den Norden ganz gut. Von meiner Mutter, der Dorfschneiderin aus Klanxbüll habe ich erfahren, dass wir einen neuen Pastor in Klanxbüll haben und ich dachte mir, frag nach, ob es möglich ist ein Praktikum dort zu machen. Sieh da, es ist möglich.

Ich freue mich schon auf eine Interessante, abwechslungsreiche und herausfordernde Zeit, vor allem, wenn ich bedenke, in welchen Zeiten wir momentan leben.

Viele Ereignisse überschlagen sich förmlich seit Beginn dieses Jahrs, doch eine Konstante haben wir, das Wort Gottes und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, der ein Fels für uns Menschen in stürmischen Zeiten ist! Auf eine gesegnete Zeit bei euch.

 

 

Bis bald

Andrei Heit

Am Sonntag, 07. Juni 2020, laden die Kirchengemeinden der vier Bülls wieder herzlich zu einem Fahrradgottesdienst ein. Coronabedingt wird er einige Schutz- und Hygienemaßnahmen nach sich ziehen, aber das wollen wir zusammen hinbekommen.

Beginn: um 10.00 Uhr, bei trockenem Wetter vor der Horsbüller Kirche auf dem Parkplatz mit ausreichendem Abstand zueinander. Bei Regenwetter wechseln wir in die Kirche, dürfen dann aber nicht mehr als 20 Personen sein.

Nach dem maximal halbstündigen Gottesdienst starten wir gegen 10.30 Uhr versetzt und auch hier mit dem notwendigen Abstand Richtung Emmelsbüll. Unterwegs gibt es zwei Stationen, an denen angehalten werden kann – einen Impuls kann man mitnehmen, an einer Mitmachstation etwas gestalten. Ziel ist die Kirche in Emmelsbüll. Dort laden wir vor oder in der Kirche gegen 12.00 Uhr ein zu einem Mittagsgebet mit Abendmahlsfeier. Ja, Abendmahl! Wenn ihr mögt, bringt euch doch jede und jeder ein Stück Brot und Trauben von zu Hause mit, in eine Tupper gepackt. Für die, die das nicht dabei haben, halten wir eine Alternative vor Ort parat. Das erste Mal Abendmahl in der Coronazeit – ich freue mich sehr auf diese gemeinsame Feier! Ja, und dann ist Gelegenheit für jeden und jede sich noch ein Plätzchen zum Picknicken zu suchen. Vor der Kirche, am Dorfplatz, auf der Wiese am Pastorat, dann jeweils mit genügend Abstand zueinander- oder auch schon wieder unterwegs Richtung Heimweg.

Bei Regenwetter wollen wir trotzdem die Andacht in der Horsbüller Kirche und die Abendmahlsfeier in der Emmelsbüller Kirche begehen!

Wir freuen uns auf dieses Experiment und würden uns freuen, wenn ihr auch Lust habt dabei zu sein!

 

 

Halte inne, denk an das, was dich tröstet und stärkt.

Bitte für die Menschen, die Kraft brauchen!

 

Die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche rufen zu einer nordkirchenweiten Aktion auf. In ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen mittags um 12 Uhr die Glocken läuten, als Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit.

 

Glocken rufen Christen seit vielen Jahrhunderten zum Gebet. In dieser Zeit können sie zum Erinnerungsruf für alle werden, sich einmal am Tag Zeit zu nehmen, um in sich zu gehen und neue Hoffnung und Kraft zu schöpfen.

 

Die Glocken erinnern: Es ist an der Zeit, sich zu besinnen auf das, was tröstet und stärkt und uns weiterträgt angesichts dieser globalen Krise. Es ist gut, ein Ritual zu haben, das uns erinnert: Wir gehören zusammen! Das uns fragt: Was ist jetzt wichtig?

 

Glocken erreichen die Ohren und Herzen sehr vieler Menschen auch bei Ausgangsbeschränkungen; auch, wenn sie einsam in Pflegeheimen und Krankenhäusern liegen; auch, wenn sie allein in ihren Wohnungen sitzen. Sie wollen Verbundenheit stärken, Trost und Hoffnung spenden.

 

Die kürzeste Definition von Religion ist: Sich zurückbinden an das, was trägt und hält!

 

Weitere Informationen: http://aktuell.nordkirche.de/

#hoffnungsläuten

19.3.2020:

Letzte Woche waren wir noch in der Kirche: unsere elf Konfirmandinnen und Konfirmanden und ich.

Wir probten für den Vorstellungsgottesdienst Ende April. Klar, wussten wir auch da schon nicht, ob der Termin bleiben kann, ob die Konfirmationen verschoben werden müssen. Unsere Freizeit Ende März hatte ich da schon abgesagt. Aber wir probten.

Und es ging eigentlich für die erste Mikrofonprobe in der Kirche echt schon ganz gut. Heute fällt der Unterricht aus. Wobei - ich werde unsere Jugendlichen bitten in unserer Gruppe wenigstens ein Lebenszeichen von sich zu posten. Wie es ihnen gerade geht.

Auch für sie ist es ja gerade nicht so einfach: da wollten Verwandte zur Konfirmation aus dem Ausland extra anreisen im Mai. Manche haben jetzt Geburtstag und dürfen nicht groß feiern, keine Freunde einladen, vielleicht sogar nicht einmal Oma und Opa besuchen, aus Angst sie anstecken zu können. Die Ferien sind lang, aber richtig was unternehmen wie sonst geht auch nicht. Und doch heulen sie eben gerade nicht herum. Mancher packt daheim an in der Landwirtschaft: die muss weitergehen. Nutzt die Zeit um sich um das eigene Pferd zu kümmern. Entdeckt neu Radfahren - einfach mal raus zum Deich.

Soziale Netzwerke dienen dem Austausch. Schulaufgaben, von den Schulen online gestellt, sind ja auch noch zu bewältigen. Und vielleicht werden sie bald in der Nachbarschaft gebraucht, wenn der eine, die andere vielleicht Alleinstehende in Quarantäne ist und eine Einkaufshilfe benötigt. Oder nehmen schon jetzt ihren Großeltern das Einkaufen ab.- Das Beste draus machen.

Schreibt sich leicht, wenn man sein Gehalt weiter bekommt und nicht in Quarantäne steckt. Und doch ist es wohl das einzig Produktive, was wir jetzt tun können. In den Kirchen staunen wir, dass Online-Formate auch auf dem Land plötzlich funktionieren. Ein Freund bietet jetzt einen Friesisch-Kurs an, jeden Tag in einer Videokonferenz: wie stark ist das denn, das wollte ich doch immer lernen und meinte keine Zeit zu haben. Jetzt ist Gelegenheit von daheim aus!

 

- Das Beste draus machen. Das wünsche ich uns allen. Gott ist Spezialist dafür!

 

Was wir Dummes tun, er versucht zu retten, was zu retten ist. Aus Karfreitag wird Ostern. Aus Schuld Versöhnung.

 

"Ihr gedachtet es böse zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen." (1. Mose 50,20) - so sagt Josef seinen Brüdern, die ihm böse mitspielten, aber am Ende macht Gott daraus eine Geschichte der Rettung für alle.

Der Virus spielt uns böse mit - lasst uns Gott bitten, aus dem, was wir gerade nicht ändern können, doch noch etwas Hoffnungsvolles entstehen zu lassen. Wir können daran mitwirken!

 

- Schafft den Tag gut und seid gesegnet!

Gospelgottesdienst

Birgit Deussing hatte die Idee und Pastorin Katja Pettenpaul hatte die Muße sich diesem musikalischen Gottesdienst auf ihre ganz persönliche Art und Weise zu widmen.


Als Zuhörer empfand ich diesen Gottesdienst in der Emmelsbüller Kirche als ein ganz besonderes Geschenk an uns.


Pastorin Pettenpaul flocht ihre Predigt um das Thema "Befreiung - Freiheit - Gospelmusik" mit großem Einfühlungsvermögen um die besondere Situation der unterdrückten Menschen aus der Sklavenzeit herum und verband dieses mit manch heutiger Situation. Dem Chor merkte man an, dass er Spaß an der Zusammenarbeit mit der Pastorin hatte. Die Lieder waren passend gewählt und auch wir, die Besucher der fast gefüllten Kirche, wurden mit eingebunden.


Für mich war es eine Sternstunde in unserer Gemeinde.
Rolf Wiegand

Es ist keine aktuelle Losung vorhanden, bitte informieren Sie den Webmaster.